Online-Business ohne Netzwerk?
Die meisten Business-Coaches sagen dir, wenn du startest:
„Aktiviere dein Netzwerk. Sprich mit Freunden. Hol dir Feedback aus deinem Umfeld. Teile deine Ideen in deiner Community.“
Und ich sitze hier und denke:
Welches Netzwerk? Welche Freunde? Welche Community?
Ich habe keine Freunde.
Nicht im klassischen Sinn.
Keine Leute, die ich anrufen könnte, um zu sagen: „Hey, ich hab’ da etwas Neues gestartet.“
Kein großes Umfeld, das mich anfeuert. Keine WhatsApp-Gruppen, in denen ich meine Ideen teile und sofort zehn „Das ist toll!“-Reaktionen bekomme.
Das ist nicht frustrierend für mich. Ehrlich. Ich kenne es nicht anders. Ich war schon immer lieber allein als in großen Gruppen.
Ich habe mich nie in Netzwerke gedrängt.
Ich habe nie Small Talk auf Events gemacht, um „Kontakte zu sammeln“.
Aber für ein Business, das eigentlich erst so richtig Fahrt aufnimmt, wenn man viele Leute kennt?
Das ist schon schwer. Auch mental.
Denn die Frage kommt immer wieder: „Wie soll das funktionieren, wenn niemand da ist, der mich sieht?“
Die brutale Wahrheit über’s Allein-Starten
Wenn du ohne Netzwerk startest, passiert Folgendes:
Du veröffentlichst deinen ersten Artikel. Niemand liest ihn.
Kein „Super geschrieben!“ in den Kommentaren. Keine geteilten Links. Nur Stille.
Du launcht ein Produkt. Niemand kauft es.
Nicht, weil es schlecht ist. Sondern weil niemand weiß, dass es existiert.
Du postest auf Social Media. Niemand reagiert.
Keine Likes. Keine Shares. Nur das Echo deiner eigenen Stimme.
Das ist hart. Nicht, weil es dein Ego trifft (okay, manchmal schon). Sondern weil da eine leise Stimme flüstert:
„Vielleicht bin ich wirklich zu unsichtbar. Zu unwichtig. Zu wenig.“
Und dann kommt das Vergleichen.
Du scrollst durch Instagram und siehst andere Coaches mit 10.000 Followern.
Du liest von „meiner Community“ und „meinen ersten 100 Kunden in 30 Tagen“.
Und du denkst: „Wie machen die das?“
Die Antwort ist meistens: „Sie hatten ein Netzwerk. Von Anfang an.“
Was niemand dir sagt: Es gibt einen Vorteil
Es hat lange gedauert, bis ich das gesehen habe. Aber es gibt einen echten Vorteil, allein zu starten:
Niemand redet dir rein.
- Keine gut gemeinten Ratschläge, die dich verunsichern.
- Keine „Bist du sicher, dass das funktioniert?“-Fragen, die Zweifel säen.
- Keine „Das hat bei mir nicht geklappt, also wird’s bei dir auch nicht klappen“-Kommentare.
- Keine blöden Sprüche, die sich in deinen Kopf brennen und dich wochenlang blockieren.
Du hast Ruhe. Zeit. Freiheit.
- Du kannst deine Kreativität vorurteilsfrei ausleben.
- Du kannst Dinge ausprobieren, ohne sie rechtfertigen zu müssen.
- Du kannst scheitern, ohne dass es jemand sieht.
- Du kannst langsam sein, ohne dass dich jemand drängt.
Du baust etwas auf, das wirklich DEINS ist.
Nicht das, was andere von dir erwarten.
Nicht das, was „man so macht“.
Nicht das, was in deine alte Rolle passt.
Sondern das, was aus dir selbst kommt.
Und weißt du was? Das ist selten. Das ist wertvoll.
Wie ich das konkret mache
Ich will nicht so tun, als hätte ich das alles gelöst. Ich bin mittendrin. Aber hier ist, was für mich funktioniert:
Ich baue langsam. Sehr langsam.
Kein viraler Launch. Keine 100.000 Follower in 6 Monaten. Ich schreibe Artikel. Ich mache sie öffentlich. Ich hoffe, dass sie einmal jemand findet.
Das ist nicht sexy. Aber es ist ehrlich.
Ich setze auf Langfristigkeit statt auf Hypes.
Ich schreibe nicht, was gerade trendet. Ich schreibe, was ich wirklich denke. Was mich wirklich bewegt. Was ich wirklich erlebt habe.
Das Ziel ist nicht, morgen 1000 Leser zu haben.
Das Ziel ist, in einem Jahr 50 Leser zu haben, die wirklich da sind.
Ich nutze Plattformen, die mir liegen.
Ich bin kein TikTok-Mensch.
Ich bin kein Instagram-Reels-Typ.
Ich bin ein Schreib-Mensch.
Also schreibe ich.
Auf Substack. In Artikeln.
In Büchern, PDFs oder anderen Formaten.
Ohne Tanz. Ohne Performance. Nur Worte.
Und ich vertraue darauf, dass die richtigen Menschen das finden.
Ich akzeptiere, dass es Zeit benötigt.Viele hören nach drei Monaten auf, weil „nichts passiert“.
Ich habe beschlossen: Ich mache das mindestens ein Jahr. Egal, wie viele Leser ich habe. Egal, wie viele Workbooks ich verkaufe.
Weil ich das nicht für schnelles Geld mache. Ich mache das, weil ich etwas zu sagen habe.
Ich bin radikal ehrlich.
- Ich tue nicht so, als hätte ich alles im Griff.
- Ich tue nicht so, als wäre ich schon „erfolgreich“.
- Ich tue nicht so, als wäre ich ein Experte, der alle Antworten hat.
Ich bin jemand, der gerade aus dem Grab herauskrabbelt. Langsam. Unsicher. Aber echt.
Und genau das ist Teil meiner Positionierung.
Wenn du auch allein startest
Vielleicht bist du auch gerade hier. Ohne großes Netzwerk. Ohne Community.
Vielleicht denkst du: Das wird nie funktionieren.
- Ich kann dir nicht versprechen, dass es einfach wird.
- Ich kann dir nicht versprechen, dass du morgen 1000 Abonnenten hast.
- Ich kann dir nicht versprechen, dass es schnell geht.
Aber ich kann dir sagen:
- Du bist nicht zu wenig.
- Du bist nicht zu langsam.
- Du bist nicht zu unsichtbar.
- Du bist nicht zu alt, zu spät, zu anders.
Du bist genauso gut, wie du bist.
Der Weg ist anders. Aber er ist deiner.
Es gibt Menschen da draußen, die genau das suchen, was du machst. Die genau so denken wie du. Die sind genauso allein wie du. Sie finden dich nicht morgen. Aber sie finden dich. Und wenn sie dich finden, bleiben sie.
Weil du echt bist.
Bau langsam.
Bau ehrlich.
Bau aus dem Grab heraus.
Bleib bei dir.
Davis
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